Sportschule Lindenhof

Konzept

Die Oberstufe Lindenhof liegt im Süden der Stadt Wil im Kanton St. Gallen. Zusammen mit den Oberstufen Bronschhofen und Sonnenhof bilden wir die öffentlichen Oberstufen der Gemeinde Wil. Das Schulhaus wurde am 3. September 1994 offiziell eingeweiht. Die Oberstufe Lindenhof ist eine Werteschule mit speziellem Know-How im Bereich Talentförderung und im Umgang mit multikulturell zusammengesetzten Schulklassen.
In unserem Schulhaus werden Klein-, Real- und Sekundarklassen unterrichtet. Ziel ist es, die Jugendlichen bestmöglich auf den Berufseinstieg oder auf eine weiterführende Schule vorzubereiten. So legen Lehrpersonenund Schulleitung in ihrer täglichen Arbeit besonderen Wert auf die Förderung der Stärken der Jugendlichen sowie auf die Hilfe bei Defiziten.
Um unseren Auftrag optimal erfüllen zu können, arbeiten wir eng mit den Eltern unserer Schülerinnen und Schüler zusammen. Vereinbarte Werte und Regeln fordern wir konsequent ein. Grosse Unterstützung bietet uns dabei die Schulsozialarbeit.
Um den Schulerfolg unserer Lernenden zu gewährleisten, nimmt die Präventionsarbeit in den Bereichen Gewalt und Gesundheit einen grossen Stellenwert ein. Es ist uns wichtig, gesunde Ernährung und ein möglichst suchtfreies Leben zu fördern und gegen den Bewegungsmangel anzukämpfen. Unsere Schule ist im Frühling 2010 dem "Netzwerk gesundheitsfördernde Schule" beigetreten. Der Erziehungsrat des Kantons St. Gallen sprach der Oberstufe Lindenhof im Januar 2008 die "Anerkennung als Schule für Hochbegabte im Bereich Sport" aus. Die Schule verfügt damit über eine Bewilligung, welche sie ausdrücklich berechtigt, als Sportschule in Abweichung des Lehrplans eigene und auswärtige Sporttalente schulisch zu fördern.

In Zusammenarbeit mit verschiedenen Sportverbänden werden seit dem Schuljahr 2009/2010 Sporttalente in Sportklassen nach einem speziellen Stunden- und Fächerplan unterrichtet, der auf die vielen Trainings abgestimmt ist.
 

Oberstufe Lindenhof - Swiss Olympic Partnerschool     
Im August 2013 wurde der Sportschule Lindenhof von Swiss Olympic als erste Schule im Kanton St. Gallen das Zertifikat „Swiss Olympic Partnerschool“ verliehen. Auf der Webseite von Swiss Olympic ist folgendes über Labelschulen zu lesen:    


 „Sportkultur und Strategie
Sport nimmt in der Kultur und der Strategie des Bildungsinstituts eine wichtige Rolle ein. Die Label-Schule richtet die Schulstrategie auf den Leistungssport aus und sorgt somit für ein sportfreundliches Klima an der Schule. Weiter verfügt sie über ausreichende Erfahrung mit speziellem Bildungsangebot für Sporttalente.
 
Koordination Schule–Eltern–Sport
Die Label-Schule stellt durch einen Koordinator sicher, dass die Abstimmung zwischen  Schule, Eltern und Sport in optimaler und jugendgerechter Form erfolgen kann und sie achtet auf eine ausgewogene Zeitplanung (Unterricht, Aufgaben, Training, Wettkampf, Weg, Regeneration, …).
 
Aufnahme von Sporttalenten nach klaren Selektionskriterien
Die Label-Schule:
- ermöglicht talentierten Sportlern und insbesondere Inhabern einer Swiss Olympic Talents Card grundsätzlich Zugang zum speziellen Förderprogramm der Schule (bei der Vergabe von Förderplätzen werden die entsprechenden Abstufungen international, national, regional/interregional vorrangig berücksichtigt)
- stellt sicher, dass ein Fachgremium, mindestens bestehend aus Vertretern der Schule und des Sports, das Aufnahmeverfahren mit den geltenden Selektionskriterien überwacht
- steht in engem Kontakt mit dem kantonalen Beauftragten für die Nachwuchsförderung.
 
Optimale Verbindung von Leistungssport und Schulbildung
  Die Label-Schule:
verfügt über ein flexibles Bildungsangebot und stimmt die Schulausbildung, die sportlichen Trainings und die Wettkämpfe optimal aufeinander ab
verfügt über einen wirkungsvollen Stütz- und Nachführunterricht
zeigt sich flexibel in der Handhabung von Wettkampfgesuchen sowie beim Verschieben und Aufteilen von (Abschluss-)Prüfungen und Aufgaben 
behandelt im Unterricht die Themenbereiche Ernährung, Mentaltraining, Doping und Fairplay zusätzlich als integrierten Bestandteil der Ausbildung.

Einbindung in Netzwerk

Die Label-Schule ist in ein Netz von sportlichen Trainingsstützpunkten integriert (hierzu zählen funktionierende, leistungsstarke Trainingsgruppen, hochwertige und ausreichend flexibel verfügbare Trainingsstätten). Die Wegstrecken zwischen Label-Schule, Trainingsstätten und Wohnen sind kurz.“
(Quelle: www.swissolympic.ch/Ausbildung-Schule/Schulangebote/Labelschulen)

Infrastruktur

Die Schulanlage Lindenhof hat bezüglich Infrastruktur einiges zu Gunsten der Sportler/-innen zu bieten: 
  • sehr gute Infrastruktur in der Oberstufe Lindenhof (Aufenthaltsraum, Arbeitsinseln im Schulhaus, betreutes Lernatelier)
  • sehr gute Sportanlagen mit Kraftraum, Leichtathletikanlage
  • betreutes Mittagessen
  • unmittelbare Nähe zur Appenzeller Sport Arena (Trainingsort RLZO)
  • kurzer Weg zu der Sportanlage Bergholz (Trainingsort FC Wil).
Die Schule liegt ca 10 Gehminuten vom Bahnhof entfernt.

Leitideen

Die Oberstufe Lindenhof setzt sich zum Ziel, für Sporttalente im Oberstufenalter die schulische und sportliche Ausbildung optimal zu verbinden. Die in unserer Wegleitung formulierten Ziele werden für den Bereich der Sportschule ergänzt:
  • Die Oberstufe Lindenhof ist eine Schule mit einem speziellen Angebot für talentierte Sportlerinnen und Sportler aus der Region.
  • Die Oberstufe Lindenhof bietet als öffentliche Volksschule den Sportlerinnen und Sportlern ein Umfeld, das jeden Tag ein zweiphasiges Training ermöglicht. Die Jugendlichen werden den ganzen Tag betreut.         
  • Die Oberstufe fördert sportliche Talente durch organisatorische Massnahmen (begleitetes Mittagessen und Lernatelier, Betreuung in trainings- und unterrichtsfreien Zeiten etc.), dies in enger Zusammenarbeit mit den Trainerinnen und Trainern der Sportverbände sowie den Eltern der Jugendlichen.                                                                      
  • Die Oberstufe Lindenhof bietet im schulischen wie sportlichen Bereich fachkundige Begleitung an. Die Schülerinnen und Schüler werden durch den Koordinator Sport unterstützt.                                                       
  • Die Oberstufe Lindenhof fördert sportliche Talente mit geeigneten Unterrichtsformen und bereitet sie auch auf weiterführende Schulen vor. Die Jugendlichen sollen möglichst individuell gefördert werden wie auch soziales Lernen erfahren und entwickeln können.
  • Die Oberstufe LIndenhof erwartet von den Schülerinnen und Schülern eine hohe Leistungsbereitschaft, viel Eigenständigkeit und Selbstverantwortung in ihren Lernen.              
  • Die Oberstufe Lindenhof legt grossen Wert auf eine gute Zusammenarbeit zwischen den Eltern, Jugendlichen, Lehrpersonen, dem Koordinator und den Sportverantwortlichen.

Schulmodell Oberstufe Lindenhof

Oberstufenmodell
Der Schulrat hat entschieden, das kooperative Oberstufenmodell in der Stadt Wil nicht einzuführen. Die Real- und Sekundarklassen werden somit nach dem "alten" Modell unterrichtet.
Sportklassen
Die Sportschülerinnen und Sportschüler werden in eine der Sportklassen eingeteilt. Diese Sportklassen werden typengemischt unterrichtet. Das bedeutet, dass in einer Sportklasse Real- und Sekundarschüler/innen unterrichtet werden.
Stundenplan
Der Stundenplan der Klassen mit Sportschüler/innen ist so aufgebaut, dass ein zweiphasiges Training (Morgen und Nachmittag) möglich ist. Vor dem Training ist Unterricht. Über Mittag nehmen die Schüler/innen gemeinsam das Mittagessen ein. Anschliessend besuchen sie das Lernatelier (4 Lektionen sind für Sportschüler/innen als Kompensation obligatorisch). Sie lösen dort ihre Hausaufgaben mit dem Ziel, nach dem Abendtraining möglichst keine weiteren schulischen Aufgaben mehr lösen zu müssen.
Die folgende Übersicht zeigt die Grobstruktur des Stundenplanes. Die Details hängen in jedem Schuljahr von verschiedenen Faktoren ab. Die Trainingseinheit 2 ist nicht bei allen Trainings der verschiedenen Sportarten gleich lang. Die Oberstufe Lindenhof achtet darauf, dass alle Sportschüler/innen vom Morgen bis zum Abend in geeigneter Form betreut sind.

Am Mittwochnachmittag findet für alle Schüler/innen der betreffenden Klassen kein Unterricht statt. Er steht für Spiele (z B FC Wil), Training oder für Auswärtige auch für einen Besuch zu Hause zur Verfügung.

Mittagstisch
An der Oberstufe Lindenhof ist ein Mittagstisch für alle Schülerinnen und Schüler eingerichtet. Die Jugendlichen haben die Möglichkeit, in der Mensa der Schulanlage Lindenhof eine ausgewogene Mittagsverpflegung einzunehmen. Die Organisation der Mittagsverpflegung erfolgt in Absprache zwischen Schule, Sportverantwortlichen und Eltern. Das Mittagessen wird im Anschluss an das Morgentraining eingenommen. 
Alle Schüler/-innen, die dieses Angebot wahrnehmen, werden während dem Essen betreut und haben anschliessend die Möglichkeit, ein Wahlfachangebot oder das ebenfalls betreute Lernatelier zu besuchen. Die Kosten von Fr. 10.- pro Mahlzeit inklusive Betreuung gehen zu Lasten der Eltern.
                                                                                   
Unterricht

Der Unterricht in den Sportklassen ist so aufgebaut, dass eine maximale innere Differen-zierung stattfinden kann. Dies erlaubt, die Jugendlichen dort abzuholen, wo sie stofflich stehen. Die Fächer werden im Stufenunterricht oder im Individualisierten Unterricht durchgeführt.

Der Stufenunterricht wird in den Fächern Franzö-sisch, Englisch, Natur und Technik und Räume und Zeiten angewendet.

Die Fächer Deutsch und Mathematik finden im individualisierten Unterricht statt.

Mit Hilfe eines Lernbuches planen die Jugendlichen ihren Unterricht eigenständig. Als Hilfe stehen neben den üblichen Nachschlagewerken selbstverständlich die Lehrpersonen und die Klassenkameraden zu Verfügung. In beiden Fächern ist die Lernwegplanung entscheidend. Jeder einzelne Lernschritt ist darin ersichtlich. Die Schülerinnen und Schüler können somit ihren Unterricht in Deutsch und Mathematik individuell und ihrem Tempo entsprechend planen.

Stundentafel
Damit die Jugendlichen die enorme Mehrbelastung längerfristig bewältigen können, wird deren Pflichtlektionenanzahl angemessen gesenkt. Die Senkung der Pflichtlektionenanzahl für die Jugendlichen der Sportklasse wird institutionalisiert.
Damit der Übertritt in eine Mittel- oder Berufsschule gewährleistet ist,  werden die Sportschüler/innen nur in den Promotionsfächern unterrichtet. Das Fach "Hauswirtschaft", das in der 2. Oberstufe als Promotionsfach gilt, wird ersetzt durch das Fach "Sporternährung". Dieses wird während allen drei Jahren mit je einer Wochenlektion von einer Fachgruppenlehrperson unterrichtet.

Zusätzlich ist es wichtig, dass die Schüler/innen auch das Fach "Individuum und Gemeinschaft" besuchen können. Im Vordergrund steht die Berufswahlvorbereitung gemäss Lehrplan des Kantons St. Gallen.
Wie in allen anderen Klassen wird auch in den Klassen mit Sporttalenten das "Studium" angeboten. In je einer Lektionen pro Woche können die Schüler/innen mit der Unterstützung der Fachlehrpersonen phil I bzw. phil II ihre Hausaufgaben lösen, anstehende Stoffprobleme besprechen oder sich auf weiterführende Schulen vorbereiten.
Im Stundenplan ist auch eine Lektion "Planung" enthalten. In dieser Lektion am Anfang der Woche planen die Sportschüler/innen mit Unterstützung des Koordinators die folgende Woche.


Lernziele

Der Unterricht in den Sportklassen richtet sich nach den Vorgaben des Lehrplans der Volksschule des Kantons St. Gallen. Für die Sportschüler/innen ergibt sich im Bereich der Promotionsfächer (Deutsch, Englisch, Französisch, Mathematik, Natur und Technik, Räume und Zeiten) keine Unterschiede zu den Pensen und Zielen der anderen Schüler/innen der Oberstufe Lindenhof. Die Ziele der jeweiligen Klassencockpit- und Stellwerkprüfungen dienen als Vorgabe für die Stoffplanung.
 
Promotionen
Die kantonalen und städtischen Promotionsvorgaben gelten auch für die Sportschüler/-innen. Die Realschüler/-innen erhalten das Realschulzeugnis, die Sekundarschüler/-innen das Sekundarschulzeugnis.
 
Überprüfung der Zielerreichung
Die Leistungen und der Leistungsstand der Sportschülerinnen und -schüler werden wie bei den anderen Schüler/-innen mit den üblichen Prüfungen über den gelernten Stoff geprüft. Die Module des Klassencockpits (je drei Prüfungen pro Schuljahr in Mathematik und Deutsch) und die Stellwerkprüfungen in der zweiten und dritten Klasse geben zusätzlich Aufschluss über den Leistungsstand der Schüler/-innen im Vergleich zu den kantonalen Ergebnissen.
Die jährlichen Beurteilungsgespräche zwischen der Klassenlehrperson und den Eltern dienen ebenfalls der Überprüfung der Zielerreichung. Auf Wunsch der Eltern und der Trainer können auch die Verantwortlichen der Sportvereine am Beurteilungsgespräch teilnehmen.
Der Austausch mit Eltern, Verantwortlichen der Vereine und der Schule ermöglicht eine dauernde Überprüfung der Situation eines jeden Sporttalentes. Die Überprüfung der Zielerreichung im sportlichen Bereich erfolgt über die Verantwortlichen der Sportverbände.
 
Zusammenarbeit
Die Sportschüler/-innen für die Sportklassen der Oberstufe Lindenhof werden von den Sportvereinen rekrutiert. Die Swiss Olympic Talentcard bzw. die Empfehlungen des Schweizerischen Fussballverbandes bilden dafür die Grundlage. Die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Sportvereine ist institutionalisiert:
- ein Treffen pro Quartal mit den Verantwortlichen der Schule (Koordinator und Schulleitung) und den Verantwortlichen der Sportvereine: Austausch, Besprechung von Problemen etc.
-  ein Treffen im 3. Quartal mit Eltern, Talenten, Klassenlehrpersonen, Verantwortlichen der Vereine und der Schule: gegenseitiges Feedback, Änderungsvorschläge etc.
- Elternabend mit den interessierten Eltern und Jugendlichen der 6. Primarklassen im 3. Quartal: Information über das Konzept der Sportschule Lindenhof sowie über das Selektionsverfahren der Sportvereine.
- Bei Bedarf organisieren die Sportvereine ortsansässige Gastfamilien für auswärtige Sportler/-innen. Die Gasteltern werden wie die leiblichen Eltern in den Schulalltag der Sportschüler/innen miteinbezogen.
- Sportschüler/innen, deren Eltern sowie die Verantwortlichen der Schule und der Vereine unterschreiben eine Vereinbarung
(Beispiel sh. Dokumente)
 

Koordinator Sport
Unser Sportkoodinator hilft den Talenten in der Planung ihrer sportlichen und schulischen Aktivitäten und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Schule und Sportverband.
Zu den Aufgaben des Koordinators gehören:
- Ansprechsperson für Sportler/innen und für deren Eltern, Vertretung Sportvereine, Schulleitung und Lehrpersonen der Sportklassen
- laufende Begleitung der Sportler/innen in den Bereichen Unterricht, Hausaufgaben, Prüfungen, Training, Wettkampf, Reisezeit, Regeneration etc. 
- Begleitung der Sportler/innen zu einer altersgerechten Selbstverantwortung
- Erteilen des polysportiven Trainings       

Training
die Sportverbände sind verpflichtet, Schülerinnen und Schüler, welche die Aufnahmevoraussetzungen für die Sportschuke erfüllen, gemäss Konzept ihres Verbandes auszubilden. Sie legen die Trainingszeiten, gestützt auf den Stundenplan der Sportschüler/innen fest. Die Trainer/innen können auch Trainingsschwerpunkte oder Trainingslager in den ferien ansagen.

Ferienplan
Für alle Schüler/innen der Oberstufe Lindenhof gilt der Ferienplan der Stadt Wil. Er kann unter http://www.stadtwil.ch/desktopdefault.aspx/tabid-234/ heruntergeladen werden.
Für Ferien und Ferienverlängerungen werden in der Regel keine Urlaube erteilt. Die Eltern können ihr Kind an höchstens zwei Halbtagen je Schuljahr durch schriftliche Meldung an die Klassenlehrperson vom Schulunterricht befreien. Die schriftliche Mitteilung sollte zwei Tage im Voraus der Klassenlehrperson abgegeben werden.
 
Gastfamilien
Bei langer Anreise organisieren die Eltern zusammen mit den Verantwortlichen des Vereins den Wochenaufenthalt bei einer Gastfamilie. Die Übernahme der Kosten für den Aufenthalt bei einer Gastfamilie ist Sache der Eltern. Im Anhang finden Sie ein Beispiel für einen Leitfaden "Gastfamilien RLZ Ostschweiz".
 
Vereinbarungen
¨       Sportschüler/innen, deren Eltern sowie die Verantwortlichen der Schule und der Vereine unterschreiben eine gegenseitige Vereinbarung. Ein Beispiel finden Sie im Anhang.
¨       In einer Vereinbarung zwischen dem Departement Bildung und Sport und dem jeweiligen Sportverband wird die Zusammenarbeit der Oberstufe Lindenhof mit dem Sportverband geregelt.

Berufswahlvorbereitung
Sinnvolle Ausbildungen nach der Oberstufe sind eine wichtige Voraussetzung dafür, dass eine Karriere im Leistungssport fortgesetzt werden kann. Je nach Sportart hat ein Sportschüler oder eine Sportschülerin deutlich weniger Möglichkeiten zur Auswahl. Es muss individuell nach praktikablen Anschlusslösungen gesucht werden.
Verantwortlichkeiten
Eltern:

- Die Zuständigkeit für die Berufswahl der Sportschülerinnen und Sportschüler liegt bei den Eltern.
- Bei Bewerbungsgesprächen um Lehre/ Ausbildung muss ein Vertreter des Sportes beigezogen werden.
- Sportschülerinnen und Sportschüler sind infolge der hohen Konzentration auf den Sport beim Berufswahlprozess eher im Rückstand. Um dies aufzuholen kann ein Zwischenjahr nach der Oberstufe sinnvoll sein.
Oberstufe Lindenhof:

- Der Berufswahlprozess läuft grundsätzlich gleich wie bei Regelschülern.
- Um den Prozess früher in Gang zu setzen, bekommen Sportschülerinnen und Sportschüler den Interessensfragebogen früher.
- Bei Bewerbungen (auch für Schnupperlehren) auf die Besonderheiten hinweisen:
-> Schulform mit höherer Selbstverantwortung
-> Spitzensport
Berufs- und Laufbahnberatung Wil:

- Begleitung durch BIZ grundsätzlich gleich wie bei Regelschülern
- Kontaktperson für alle Sportschülerinnen und Sportschüler:
Frau Tiziana König, 058 229 05 32, tiziana.koenig@sg.ch

Weiterführende Schulen

Mittelschulen:
Der Anschluss an die Mittel- und Berufsschulen wird gewährleistet, da der vom Lehrplan vorgeschriebene Stoff der Promotionsfächer auch für die Sportklassen verbindlich ist. Interessierte Sportschüler/innen können sich auch auf die Prüfungen an weiterführende Schulen vorbereiten.
 
- Kantonsschule Wil (Maturatypus):                sh. Anhang: "Kantonsschule Wil und     Spitzensport"
- Kantonsschule am Brühl (FMS, WMS, WMI): in Absprache mit Rektorat
- Berufsmittelschulen:                                 in Absprache mit Rektorat und Lehrbe- trieb
 

Privatschulen:
- Wilingua: Bürolehre, KV, Kosten ca Fr. 30’000.- für 3 Jahre, sehr flexibel in der Stundenplangestaltung, www.wilingua.ch
- United Scool of Sports: Bestehendes Angebot in Zürich und St.Gallen, www.unitedschool.ch
 
Berufslehren
Eine Berufslehre mit Spitzensport zu verbinden erfordert von den Beteiligten oft ein hohes Mass an Engagement und Kompromissbereitschaft. Individuelles Beurteilen der Umstände ist in jedem Fall notwendig.
 
Es ist empfehlenswert, bereits bei ersten Kontakten mit den Lehrmeistern Transparenz zu schaffen: Ist dieser Beruf mit dem notwendigen Trainingsumfang möglich?
 
In folgenden Berufsgruppen zeigen sich bis jetzt folgende Erfahrungen:
 
- Berufsgruppe Nahrung, Gastgewerbe:    
         - wenig kompatible Arbeitszeiten

- Berufsgruppe Textilien:                        
         - Rückläufige Anzahl Ausbildungsplätze

- Berufsgruppe Planung, Konstruktion, Druck, Informatik, Gestaltung/ Kunst, Kultur, Natur:           
         - grosser Konkurrenzkampf, wenige Ausbildungsplätze,

-  Berufsgruppe Bau, Berufsgruppe Holz/ Innenausbau:
    - je höher der Anteil an Werkstattarbeit umso günstiger
    - Körperliche Anforderungen verlangen über den Sport hinaus eine äusserst robuste Konstitution
     
- Berufsgruppe Chemie, Elektrotechnik, Fahrzeuge, Gebäudetechnik, Logistik, Maschinen, Metall, Physik, Verkauf, Verkehr, Verwaltung, Wirtschaft, Bildung Soziales, Gesundheit:
    - Berufslehre scheint möglich
 
 
 

Aufnahmebedingungen
Den Zuweisungsentscheid in die Sekundar- oder Realklasse trifft der Schulrat der Wohngemeinde der betreffenden Jugendlichen. Der Übertritt in die Oberstufe Lindenhof in Wil erfolgt in diesem Falle ohne Aufnahmeprüfung und Probezeit.
Der Besuch der Sportschule Lindenhof für Talente im Bereich Sport steht grundsätzlich allen Talenten offen. Sie können unter folgenden Bedingungen in eine der Sportklassen der Oberstufe Lindenhof eingeteilt werden:
 
sportliches Kriterium:
- mindestens Förderung auf der lokalen Förderstufe von Jugend + Sport
- mindestens zehn Stunden Training pro Woche an den Schultagen
-  Es besteht eine Vereinbarung zwischen dem Departement Bildung und Sport der Stadt Wil und dem entsprechenden Sportverband. 
 
schulisches Kriterium:
- Die Aufnahmevoraussetzungen für die Oberstufe sind erfüllt.
- Die Oberstufe Lindenhof verfügt über den notwendigen Platz.
 
finanzielles Kriterium:
¨       Die Wohngemeinde bzw. der Wohnkanton übernimmt die Kosten von Fr. 7'500.- pro Semester (zurzeit übernehmen neben den Gemeinden des Kantons St. Gallen die Kantone Graubünden und Thurgau das Schulgeld).

Über die Aufnahme in die Oberstufe Lindenhof entscheidet der Schulrat Wil.
Die Sportschule Lindenhof ist grundsätzlich für Talente aller Sportarten offen, für welche Trainings unter professionellen Bedingungen angeboten werden. Die Stadt Wil und der entsprechende Sportverband regeln die Zusammenarbeit in einer Vereinbarung.
 
Sportschüler/-innen, welche die sportlichen Leistungen nicht mehr erfüllen, werden in die entsprechende Regelklasse ungeteilt. Auswärtige Schüler/-innen werden in diesem Falle grundsätzlich wieder an ihrem Wohnort unterrichtet. Die entsprechenden Modalitäten (Zeitpunkt, Stufe etc.) werden im Einzelfall festgelegt.
 
 
 

Finanzen
 
sportliche Ausbildung
Der gesamte Trainings-, Spiel- bzw. Wettkampfbetrieb wird durch den betreffenden Sportverband finanziert. Allfällige Elternbeiträge werden vom entsprechenden Sportverband festgelegt.
schulische Ausbildung
Die Aufnahme auswärtiger Schülerinnen oder Schüler erfolgt gegen Entgelt der Wohngemeinde bzw. des Wohnkantons, dies in Anwendung der kantonalen Regelungen betreffend den Besuch von Talentschulen.
Die Kosten für auswärtige Schüler/innen betragen Fr. 19'000.- pro Kalenderjahr.
Die entsprechende Kostengutsprache muss dem Schulrat Wil bis Ende Mai vorliegen.
Die Eltern übernehmen einen Teil der Kosten für besondere Anlässe wie Schulreise, Wintersportwoche etc.
Mittagstisch
Die Kosten gehen zu Lasten der Eltern und richten sich nach dem städtischen Tarifsystem der Tagesstrukturen.
Schulweg
Die Eltern organisieren und finanzieren den Transport zur Schule. Der Schulweg liegt im Verantwortungsbereich der Eltern. Bei langer Anreise organisieren die Eltern einen Wochenaufenthalt bei einer Gastfamilie.
Schnittstelle Schule -Sport
Die Kosten für die Koordination zwischen Schule, Elternhaus und Sport ist im Schulgeld inbegriffen.
Stützunterricht
Die Kosten für das Lernatelier sind im Schulgeld der Sportschüler/innen enthalten.
Zusatzangebote
Das auf die Bedürfnisse der Talente abgestimmte Kursangebot (Sporternährung, Karriereplanung für Beruf und Sport, Zeitmanagement, polysportives Zusatztraining) ist im Schulgeld inbegriffen.
Gastfamilien
Die Kosten für den Aufenthalt bei einer Gastfamilie sind von den Eltern zu tragen.

Termine für das Schuljahr 2017 / 2018
  
Informationsveranstaltung für interessierte Sportschüler/innen und deren Eltern:
Montag, 19. Februar 2018, 18.30 h – 21.00 h
Oberstufe Lindenhof, Wil SG
 
Anmeldetermin für die Sportschule bis Donnerstag, 15. März 2018
an die Schulverwaltung Stadt Wil SG
z. Hd. Frau Tamara Müller
Marktgasse 57, 9500 Wil
 
Kostengutsprache und Zuweisungsentscheid der Wohnsitzgemeinde bzw. des Wohnsitzkantons für auswärtige Talente
bis Freitag, 18. Mai 2018
z. Hd. des Schulrates Wil SG
an die Schulverwaltung Stadt Wil SG
Marktgasse 57, 9500 Wil
 
 

Adressen:
Mathias Schlegel, Schulleiter
S: 071 929 35 42; mathias.schlegel@swil.ch
P: 071 911 22 53
 
Hans Kölbener, Koordinator Sportklassen
S: 071 929 35 92; hans.koelbener@swil.ch
P: 071 565 31 84
 
Claudia Litscher, Lehrerin sprachlich historische Fächer, Sportklassen
S: 071 929 35 44; claudia.litscher@swil.ch
P: 071 911 42 04
 
Markus Bänziger, Lehrer mathematisch naturwissenschaftliche Fächer, Sportklassen
S: 071 929 35 44; markus.baenziger@swil.ch
P: 071 891 44 49
 
Frau Tamara Müller, Schulverwaltung
Marktgasse 57, 9500 Wil
B: 071 913 53 18; tamara.mueller@stadtwil.ch