Sportschule Lindenhof

Konzept

Die Oberstufe Lindenhof liegt im Süden der Stadt Wil im Kanton St. Gallen. Zusammen mit der Oberstufe Sonnenhof bilden wir die öffentliche Oberstufe der Gemeinde Wil. Das Schulhaus wurde am 3. September 1994 offiziell eingeweiht. Die Oberstufe Lindenhof ist eine Werteschule mit speziellem Know-How im Bereich Talentförderung und im Umgang mit multikulturell zusammengesetzten Schulklassen.
In unserem Schulhaus werden Klein-, Real- und Sekundarklassen unterrichtet. Ziel ist es, die Jugendlichen bestmöglich auf den Berufseinstieg oder auf eine weiterführende Schule vorzubereiten. So legen Lehrpersonenund Schulleitung in ihrer täglichen Arbeit besonderen Wert auf die Förderung der Stärken der Jugendlichen sowie auf die Hilfe bei Defiziten.
Um unseren Auftrag optimal erfüllen zu können, arbeiten wir eng mit den Eltern unserer Schülerinnen und Schüler zusammen. Vereinbarte Werte und Regeln fordern wir konsequent ein. Grosse Unterstützung bietet uns dabei die Schulsozialarbeit.
Um den Schulerfolg unserer Lernenden zu gewährleisten, nimmt die Präventionsarbeit in den Bereichen Gewalt und Gesundheit einen grossen Stellenwert ein. Es ist uns wichtig, gesunde Ernährung und ein möglichst suchtfreies Leben zu fördern und gegen den Bewegungsmangel anzukämpfen. Unsere Schule ist im Frühling 2010 dem "Netzwerk gesundheitsfördernde Schule" beigetreten.
                                       
Der Erziehungsrat des Kantons St. Gallen sprach der Oberstufe Lindenhof im Januar 2008 die "Anerkennung als Schule für Hochbegabte im Bereich Sport" aus. Die Schule verfügt damit über eine Bewilligung, welche sie ausdrücklich berechtigt, als Sportschule in Abweichung des Lehrplans eigene und auswärtige Sporttalente schulisch zu fördern.

Zusammenarbeit mit dem FC Wil 1900 und dem Regionalen Leistungszentrum Ost des Schweizerischen Turnverbandes werden seit dem Schuljahr 2009/2010 Sporttalente in Sportklassen nach einem speziellen Stunden- und Fächerplan unterrichtet, der auf die vielen Trainings abgestimmt ist.

Infrastruktur

Die Schulanlage Lindenhof hat bezüglich Infrastruktur einiges zu Gunsten der Sportler/-innen zu bieten: 
  • sehr gute Infrastruktur in der Oberstufe Lindenhof (Aufenthaltsraum, Arbeitsinseln im Schulhaus, betreutes Lernatelier)
  • sehr gute Sportanlagen mit Kraftraum, Leichtathletikanlage
  • Mensa für betreutes Mittagessen
  • unmittelbare Nähe zur Appenzeller Sport Arena (Trainingsort RLZO)
  • kurzer Weg zu der Sportanlage Bergholz (Trainingsort FC Wil).
Die Schule liegt ca 10 Gehminuten vom Bahnhof entfernt.

Leitideen

Die Oberstufe Lindenhof setzt sich zum Ziel, für Sporttalente im Oberstufenalter die schulische und sportliche Ausbildung optimal zu verbinden. Die in unserer Wegleitung formulierten Ziele werden für den Bereich der Sportschule ergänzt:
  • Die Oberstufe Lindenhof ist eine Schule mit einem speziellen Angebot für talentierte Sportlerinnen und Sportler aus der Region.
  • Die Oberstufe Lindenhof bietet als öffentliche Volksschule den Sportlerinnen und Sportlern ein Umfeld, das jeden Tag ein zweiphasiges Training ermöglicht. Die Jugendlichen werden den ganzen Tag betreut.         
  • Die Oberstufe fördert sportliche Talente durch organisatorische Massnahmen (begleitetes Mittagessen und Lernatelier, Betreuung in trainings- und unterrichtsfreien Zeiten etc.), dies in enger Zusammenarbeit mit den Trainerinnen und Trainern der Sportverbände sowie den Eltern der Jugendlichen.                                                                      
  • Die Oberstufe Lindenhof bietet im schulischen wie sportlichen Bereich fachkundige Begleitung an. Die Schülerinnen und Schüler werden durch den Koordinator Sport unterstützt.                                                        
                                                               
  • Die Oberstufe Lindenhof fördert sportliche Talente mit geeigneten Unterrichtsformen und bereitet sie auch auf weiterführende Schulen vor. Die Jugendlichen sollen sowohl in altersgemischten Lerngruppen möglichst individuell gefördert werden als auch in den heterogenen Klassenverbänden soziales Lernen erfahren und entwickeln können.
  • Die Oberstufe LIndenhof erwartet von den Schülerinnen und Schülern eine hohe Leistungsbereitschaft, viel Eigenständigkeit und Selbstverantwortung in ihren Lernen.              
  • Die Oberstufe Lindenhof legt grossen Wert auf eine gute Zusammenarbeit zwischen den Eltern, Jugendlichen, Lehrpersonen, dem Koordinator und den Sportverantwortlichen.

Schulmodell Oberstufe Lindenhof

Oberstufenmodell

Der Schulrat hat entschieden, das kooperative Oberstufenmodell in der Stadt Wil nicht einzuführen. Die Real- und Sekundarklassen werden somit nach dem "alten" Modell unterrichtet.
Sportklassen
Die Sportschülerinnen und Sportschüler werden zusammen mit anderen Schüler/innen in eine der Sportklassen eingeteilt. Diese Sportklassen werden in alters- und stufengemischten Klassen unterrichtet. Das bedeutet, dass in einer Sportklasse Real- und Sekundarschüler/innen der 1. bis zur 3. Klasse unterrichtet werden.
Stundenplan
Der Stundenplan der Klassen mit Sportschüler/innen ist so aufgebaut, dass ein zweiphasiges Training (Morgen und Nachmittag) möglich ist. Vor dem Training ist Unterricht. Über Mittag nehmen die Schüler/innen gemeinsam das Mittagessen ein. Anschliessend besuchen sie das Lernatelier (4 Lektionen sind für Sportschüler/innen als Kompensation obligatorisch). Sie lösen dort ihre Hausaufgaben mit dem Ziel, nach dem Abendtraining möglichst keine weiteren schulischen Aufgaben mehr lösen zu müssen.
Die folgende Übersicht zeigt die Grobstruktur des Stundenplanes. Die Details hängen in jedem Schuljahr von verschiedenen Faktoren ab. Die Trainingseinheit 2 ist nicht bei allen Trainings der verschiedenen Sportarten gleich lang. Die Oberstufe Lindenhof achtet darauf, dass alle Sportschüler/innen vom Morgen bis zum Abend in geeigneter Form betreut sind.

Am Mittwochnachmittag findet für alle Schüler/innen der betreffenden Klassen kein Unterricht statt. Er steht für Spiele (z B FC Wil), Training oder für Auswärtige auch für einen Besuch zu Hause zur Verfügung.
Mittagstisch
An der Oberstufe Lindenhof ist ein Mittagstisch für alle Schülerinnen und Schüler eingerichtet. Die Jugendlichen haben die Möglichkeit, in der Mensa der Schulanlage Lindenhof eine ausgewogene Mittagsverpflegung einzunehmen. Die Organisation der Mittagsverpflegung erfolgt in Absprache zwischen Schule, Sportverantwortlichen und Eltern. Das Mittagessen wird im Anschluss an das Morgentraining eingenommen. 
Alle Schüler/-innen, die dieses Angebot wahrnehmen, werden während dem Essen betreut und haben anschliessend die Möglichkeit, ein Wahlfachangebot oder das ebenfalls betreute Lernatelier zu besuchen. Die Kosten von Fr. 10.- pro Mahlzeit inklusive Betreuung gehen zu Lasten der Eltern.
                                                                                   
Unterricht

Der Unterricht in den Sportklassen ist so aufgebaut, dass eine maximale innere Differenzierung stattfinden kann. Dies erlaubt, die Jugendlichen dort abzuholen, wo sie stofflich stehen. Gewisse Fächer werden im Klassenunterricht,  im Stufenunterricht oder im Individualisierten Unterricht durchgeführt.

Im Klassenunterricht finden Lektionen wie Indivi-duum und Gemeinschaft, Natur und Technik und Räume und Zeiten statt. Dieser Unterricht  erlaubt es, die Klassengemeinschaft zu festigen und die Jugendlichen auch im sozialen Bereich zu fördern.
Der Stufenunterricht wird in den Fächern Franzö-sisch und Englisch angewendet. Da in diesen Fächern die Leistungsunterschiede zum Teil sehr gross sind, ist es wichtig, dass die Schüler/innen in diesen Fächern in jahrgangsgetrennten Gruppen unterrichtet werden.
Die Fächer Deutsch und Mathematik finden im individualisierten Unterricht statt. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten im Klassenverband. Mit Hilfe eines Lernbuches planen die Jugendlichen ihren Unterricht eigenständig. Als Hilfe stehen neben den üblichen Nachschlagewerken selbstverständlich die Lehrpersonen und die Klassenkameraden zu Verfügung. In beiden Fächern ist die Lernwegplanung entscheidend. Jeder einzelne Lernschritt ist darin ersichtlich. Die Schülerinnen und Schüler können somit ihren Unterricht in Deutsch und Mathematik individuell und ihrem Tempo entsprechend planen.
Stundentafel

Damit die Jugendlichen die enorme Mehrbelastung längerfristig bewältigen können, wird deren Pflichtlektionenanzahl angemessen gesenkt. Die Senkung der Pflichtlektionenanzahl für die Jugendlichen der Sportklasse wird institutionalisiert.
Damit der Übertritt in eine Mittel- oder Berufsschule gewährleistet ist,  werden die Sportschüler/innen nur in den Promotionsfächern unterrichtet. Das Fach "Hauswirtschaft", das in der 2. Oberstufe als Promotionsfach gilt, wird ersetzt durch das Fach "Sporternährung". Dieses wird während allen drei Jahren mit je einer Wochenlektion von einer Fachgruppenlehrperson unterrichtet.

Zusätzlich ist es wichtig, dass die Schüler/innen auch das Fach "Individuum und Gemeinschaft" besuchen können. Im Vordergrund steht die Berufswahlvorbereitung gemäss Lehrplan des Kantons St. Gallen.
Wie in allen anderen Klassen wird auch in den Klassen mit Sporttalenten das "Studium" angeboten. In je einer Lektionen pro Woche können die Schüler/innen mit der Unterstützung der Fachlehrpersonen phil I bzw. phil II ihre Hausaufgaben lösen, anstehende Stoffprobleme besprechen oder sich auf weiterführende Schulen vorbereiten.
Im Stundenplan ist auch eine Lektion "Planung" enthalten. In dieser Lektion am Anfang der Woche planen die Sportschüler/innen mit Unterstützung des Koordinators die folgende Woche.

Lernziele

Der Unterricht in den Sportklassen richtet sich nach den Vorgaben des Lehrplans der Volksschule des Kantons St. Gallen. Für die Sportschüler/innen ergibt sich im Bereich der Promotionsfächer (Deutsch, Englisch, Französisch, Mathematik, Natur und Technik, Räume und Zeiten) keine Unterschiede zu den Pensen und Zielen der anderen Schüler/innen der Oberstufe Lindenhof. Die Ziele der jeweiligen Klassencockpit- und Stellwerkprüfungen dienen als Vorgabe für die Stoffplanung.
Promotion

Die kantonalen und städtischen Promotionsvorgaben gelten auch für die Sportschüler/-innen. Die Realschüler/-innen erhalten das Realschulzeugnis, die Sekundarschüler/-innen das Sekundarschulzeugnis.
Überprüfung der Zielerreichung

Die Leistungen und der Leistungsstand der Sportschülerinnen und -schüler werden wie bei den anderen Schüler/-innen mit den üblichen Prüfungen über den gelernten Stoff geprüft. Die Module des Klassencockpit (je drei Prüfungen pro Schuljahr in Mathematik und Deutsch) und die Stellwerkprüfungen in der zweiten und dritten Klasse geben zusätzlich Aufschluss über den Leistungsstand der Schüler/-innen im Vergleich zu den kantonalen Ergebnissen.
Die jährlichen Beurteilungsgespräche zwischen der Klassenlehrpersonen und den Eltern dienen ebenfalls der Überprüfung der Zielerreichung. Auf Wunsch der Eltern und der Trainer können auch die Verantwortlichen der Sportvereine am Beurteilungsgespräch teilnehmen.
Der Austausch mit Eltern, Verantwortlichen der Vereine und der Schule ermöglicht eine dauernde Überprüfung der Situation eines jeden Sporttalentes. Die Überprüfung der Zielerreichung im sportlichen Bereich erfolgt über die Verantwortlichen der Sportverbände.
Zusammenarbeit

Die Sportschüler/-innen für die Sportklassen der Oberstufe Lindenhof werden von den Sportvereinen rekrutiert. Die Swiss Olympic Talentcard bzw. die Empfehlungen des Schweizerischen Fussballverbandes bilden dafür die Grundlage. Die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Sportvereine ist institutionalisiert:

  • ein Treffen pro Quartal mit den Verantwortlichen der Schule (Koordinator und Schulleitung) und den Verantwortlichen der Sportvereine: Austausch, Besprechung von Problemen etc.                                                                      
  • ein Treffen im 3. Quartal mit Eltern, Talenten, Klassenlehrpersonen, Verantwortlichen der Vereine und der Schule: gegenseitiges Feedback, Änderungsvorschläge etc.                                                                                 
  • Elternabend mit den interessierten Eltern und Jugendlichen der 6. Primarklassen im 3. Quartal: Information über das Konzept der Sportschule Lindenhof sowie über das Selektionsverfahren der Sportvereine.                                                                                                
  • Bei Bedarf organisieren die Sportvereine ortsansässige Gastfamilien für auswärtige Sportler/-innen. Die Gasteltern werden wie die leiblichen Eltern in den Schulalltag der Sportschüler/innen miteinbezogen.                 
  • Sportschüler/innen, deren Eltern sowie die Verantwortlichen der Schule und der Vereine unterschreiben eine Vereinbarung.
                                                                                                           
Koordinator Sport

Unser Sportkoordinator hilft den Talenten in der Planung ihrer sportlichen und schulischen Aktivitäten und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Schule und Sportverband. Zu den Aufgaben des Koordinators gehören:

Ansprechperson für Sportler/innen und für deren Eltern, Vertretung Sportvereine, Schulleitung und Lehrpersonen der Sportklassen

laufende Begleitung der Sportler/innen in den Bereichen Unterricht, Hausaufgaben, Prüfungen, Training, Wettkampf, Reisezeit, Regeneration etc.

Begleitung der Sportler/innen zu einer altersgerechten Selbstverantwortung

Erteilen des polysportiven Trainings                                                                                                                                                                     
Training
Die Sportverbände sind verpflichtet, Schülerinnen und Schüler, welche die Aufnahmevoraussetzungen für die Sportschule erfüllen, gemäss Konzept ihres Verbandes auszubilden. Sie legen die Trainingszeiten, gestützt auf den Stundenplan der Sportschüler/innen, fest. Die Trainer/innen können auch Trainingsschwerpunkte oder Trainingslager in den Ferien ansagen.
Ferienplan
Für alle Schüler/innen der Oberstufe Lindenhof gilt der Ferienplan der Stadt Wil.
Für Ferien und Ferienverlängerungen werden in der Regel keine Urlaube erteilt. Die Eltern können ihr Kind an höchstens zwei Halbtagen je Schuljahr durch schriftliche Meldung an die Klassenlehrperson vom Schulunterricht befreien. Die schriftliche Mitteilung sollte zwei Tage im Voraus der Klassenlehrperson abgegeben werden.
Gastfamilien

Bei langer Anreise organisieren die Eltern zusammen mit den Verantwortlichen des Vereins den Wochenaufenthalt bei einer Gastfamilie. Die Übernahme der Kosten für den Aufenthalt bei einer Gastfamilie ist Sache der Eltern. Im Anhang finden Sie ein Beispiel für einen Leitfaden "Gastfamilien RLZ Ostschweiz".
Vereinbarungen 
  • Sportschüler/innen, deren Eltern sowie die Verantwortlichen der Schule und der Vereine unterschreiben eine gegenseitige Vereinbarung. Ein Beispiel finden Sie im Anhang.                                                                       
  • In einer Vereinbarung zwischen dem Departement Bildung und Sport und dem jeweiligen Sportverband wird die Zusammenarbeit der Oberstufe Lindenhof mit dem Sportverband geregelt. Entsprechende Beispiele finden Sie im Anhang

Berufswahlvorbereitung

                                                                                                  
Sinnvolle Ausbildungen nach der Oberstufe sind eine wichtige Voraussetzung dafür, dass eine Karriere im Leistungssport fortgesetzt werden kann. Je nach Sportart hat ein Sportschüler oder eine Sportschülerin deutlich weniger Möglichkeiten zur Auswahl. Es muss individuell nach praktikablen Anschlusslösungen gesucht werden.


Verantwortlichkeiten

Eltern:

  • Die Zuständigkeit für die Berufswahl der Sportschülerinnen und Sportschüler liegt bei den Eltern.
  • Bei Bewerbungsgesprächen um Lehre/Ausbildung muss ein Vertreter des Sportes beigezogen werden.
  • Sportschülerinnen und Sportschüler sind infolge der hohen Konzentration auf den Sport beim Berufswahlprozess eher im Rückstand. Um dies aufzuholen kann ein Zwischenjahr nach der Oberstufe sinnvoll sein.
Oberstufe Lindenhof:
  • Der Berufswahlprozess läuft grundsätzlich gleich wie bei Regelschülern.
  • Um den Prozess früher in Gang zu setzen, bekommen Sportschülerinnen und Sportschüler den Interessensfragebogen früher.
  • Bei Bewerbungen (auch für Schnupperlehren) auf die Besonderheiten hinweisen:
    -> Schulform mit höherer Selbstverantwortung
    -> Spitzensport
Berufs- und Laufbahnberatung Wil:
  • Begleitung durch BIZ grundsätzlich gleich wie bei Regelschülern
  • Kontaktperson für alle Sportschülerinnen und Sportschüler:
    Frau Claudia Baumann-Graf, 058 229 05 20, claudia.baumann@sg.ch
 
Weiterführende Schulen
Mittelschulen:
Der Anschluss an die Mittel- und Berufsschulen wird gewährleistet, da der vom Lehrplan vorgeschriebene Stoff der Promotionsfächer auch für die Sportklassen verbindlich ist. Interessierte Sportschüler/innen können sich auch auf die Prüfungen an weiterführende Schulen vorbereiten.
  • Kantonsschule Wil (Maturatypus): sh. Anhang: "Kantonsschule Wil und Spitzensport"
  • Kantonsschule am Brühl (FMS, WMS, WMI): in Absprache mit Rektorat
  • Berufsmittelschulen: in Absprache mit Rektorat und Lehrbetrieb
Privatschulen:
  • Wilingua: Bürolehre, KV, Kosten ca Fr. 30’000.- für 3 Jahre, sehr flexibel in der Stundenplangestaltung, www.wilingua.ch
  • United Scool of Sports: Bestehendes Angebot in Zürich, zusätzlicher Standort in St.Gallen seit Sommer 2011, www.unitedscool.ch

Berufslehren

Eine Berufslehre mit Spitzensport zu verbinden erfordert von den Beteiligten oft ein hohes Mass an Engagement und Kompromissbereitschaft. Individuelles Beurteilen der Umstände ist in jedem Fall notwendig.
Es ist empfehlenswert, bereits bei ersten Kontakten mit den Lehrmeistern Transparenz zu schaffen: Ist dieser Beruf mit dem notwendigen Trainingsumfang möglich?
Für Abschlüsse spezieller Lehrverträge empfiehlt sich der Beizug von Herrn Werner Aemisegger, Amt für Berufsbildung. 058 229 38 85, werner.aemisegger@sg.ch
In folgenden Berufsgruppen zeigen sich bis jetzt folgende Erfahrungen:
  • Berufsgruppe Nahrung, Gastgewerbe:
    - wenig kompatible Arbeitszeiten
  • Berufsgruppe Textilien:
    - Rückläufige Anzahl Ausbildungsplätze
  • Berufsgruppe Planung, Konstruktion, Druck, Informatik, Gestaltung/Kunst, Kultur, Natur:
    - grosser Konkurrenzkampf, wenige Ausbildungsplätze,
  • Berufsgruppe Bau, Berufsgruppe Holz/Innenausbau:
    - je höher der Anteil an Werkstattarbeit umso günstiger
    - Körperliche Anforderungen verlangen über den Sport hinaus eine äusserst robuste Konstitution
    - Arbeitszeiten
  • Berufsgruppe Chemie, Elektrotechnik, Fahrzeuge, Gebäudetechnik, Logistik, Maschinen, Metall, Physik, Verkauf, Verkehr, Verwaltung, Wirtschaft, Bildung Soziales, Gesundheit:
    - Berufslehre scheint möglich
(Quelle „Berufswahlplaner – Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung im Kanton St. Gallen“; sh. Anhang) 

Aufnahmebedingungen

                                                                                   
Den Zuweisungsentscheid in die Sekundar- oder Realklasse trifft der Schulrat der Wohngemeinde der betreffenden Jugendlichen. Der Übertritt in die Oberstufe Lindenhof in Wil erfolgt in diesem Falle ohne Aufnahmeprüfung und Probezeit.

Der Besuch der Sportschule Lindenhof für Talente im Bereich Sport steht grundsätzlich allen Talenten offen. Sie können unter folgenden Bedingungen in eine der  Sportklassen der Oberstufe Lindenhof eingeteilt werden:

sportliche Kriterien:
  • Das Talent verfügt mindestens über eine regionale Swiss Olympic Talentcard (Einzelsportler-/innen) oder eine Empfehlung eines schweizerischen Sportverbandes (Mannschaftssportler/innen).
  • Es besteht eine Vereinbarung zwischen dem Departement Bildung und Sport der Stadt Wil und dem entsprechenden Sportverband.

    schulische Kriterien:

  • Die Aufnahmevoraussetzungen für die Oberstufe sind erfüllt.
  • Die Oberstufe Lindenhof verfügt über den notwendigen Platz.

                                                                           
finanzielles Kriterium:

Die Wohngemeinde bzw. der Wohnkanton übernimmt die Kosten von Fr. 7'500.- pro Semester (zurzeit übernehmen neben den Gemeinden des Kantons St. Gallen die Kantone Graubünden und Thurgau das Schulgeld).
Über die Aufnahme in die Oberstufe Lindenhof entscheidet der Schulrat Wil.
Die Sportschule Lindenhof ist grundsätzlich für Talente aller Sportarten offen, für welche Trainings unter professionellen Bedingungen angeboten werden. Die Stadt Wil und der entsprechende Sportverband regeln die Zusammenarbeit in einer Vereinbarung.
Sportschüler/-innen, welche die sportlichen Leistungen nicht mehr erfüllen, werden in die entsprechende Regelklasse umgeteilt. Auswärtige Schüler/-innen werden in diesem Falle grundsätzlich wieder an ihrem Wohnort unterrichtet. Die entsprechenden Modalitäten (Zeitpunkt, Stufe etc.) werden im Einzelfall festgelegt.

Finanzen

sportliche Ausbildung
Der gesamte Trainings-, Spiel- bzw. Wettkampfbetrieb wird durch den betreffenden Sportverband finanziert. Allfällige Elternbeiträge werden vom entsprechenden Sportverband festgelget.
schulische Ausbildug
Die Aufnahme auswärtiger Schülerinnen oder Schüler erfolgt gegen Entgelt der Wohngemeinde bzw. des Wohnkantons, dies in Anwendung der kantonalen Regelungen betreffend den Besuch von Talentschulen.
Die Kosten für auswärtige Schüler/innen betragen Fr. 7'500.- pro Semester und werden semesterweise in Rechnung gestellt.
Die entsprechende Kostengutsprache muss dem Schulrat Wil bis Ende Mai vorliegen.
Die Eltern übernehmen einen Teil der Kosten für besondere Anlässe wie Schulreise, Wintersportwoche etc.
Mittagstisch
Die Kosten gehen zu Lasten der Eltern und richten sich nach dem städtischen Tarifsytem der Tagesstrukturen.
Schulweg
Regelung für Talente mit Wohnsitz im Kanton St.Gallen:
Die abgebende Schule hat für allfällige Transportkosten zum Schulunterricht aufzukommen. Die Finanzierung der Transportkosten vom Schulhaus zum Trainingsort erfolgt durch die Eltern.
Schnittstelle Schule - Sport
Die Kosten für die Koordination zwischen Schule, Elternhaus und Sport ist im Schulgeld inbegriffen.
Stützunterricht
Die Kosten für das Lernatelier sind im Schulgeld der Sportschüler/innen enthalten.
Zusatzangebote
Das auf die Bedürfnisse der Talente abgestimmte Kursangebot (Sporternährung, Karriereplanung für Beruf und Sport, Zeitmanagement, polysportives Zusatztraining) ist im Schulgeld inbegriffen.
Gastfamilien
Die Kosten für den Aufenthalt bei einer Gastfamilie sind von den Eltern zu tragen.